URL: www.caritas-karlsruhe.de/aktuelles/presse/caritasverband-karlsruhe-stellt-geschaef
Stand: 08.06.2018

Pressemitteilung

Caritasverband Karlsruhe stellt Geschäftsbericht für 2017 vor

Geschäftsbericht 2017

Manche davon waren die Ergebnisse jahrelanger Planung und Vorbereitung, auf andere mussten wir uns einstellen und den Herausforderungen stellen“, stellt Hans-Gerd Köhler, Vorsitzender des Caritasverbands Karlsruhe, anlässlich der Präsentation des Geschäftsberichts für das Jahr 2017 am Montag fest. So wurde zum Beispiel im Dezember vergangenen Jahres das Pflegeheim St. Elisabethenhaus, dessen Trägerschaft der Caritasverband vor zwei Jahren übernommen hatte, endgültig geschlossen. „Die Einrichtung entsprach räumlich und konzeptionell nicht den Vorgaben der Landesheimbauverordnung“, so Köhler. Die Bewohnerinnen und Bewohner konnten in den Caritas-Seniorenzentren St. Franziskus und St. Valentin untergebracht werden. Ein Prozess, der sich über zwei Jahre hinzog, so dass freiwerdende Dauer-Pflegeplätze vorübergehend in 35 Kurzzeit-Pflegeplätze umgewandelt werden konnten. „Diese Kurzzeit-Pflegeplätze wurden sehr stark nachgefragt und entlasten pflegende Angehörige“, erklärt Köhler.

Auch nach der Schließung der Hospiz-Wohnung von Caritas und Diakonie engagiert sich die Caritas weiterhin – zusammen mit der Diakonie – im Bereich Hospizarbeit. So wurde im Dezember das Hospiz- und Palliativ-Netzwerk „Arista“ gegründet. „Die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen darf nicht leiden“, betont Köhler. Man müsse jedoch genaue Zahlen erheben und klären, ob eine weitere stationäre Hospizeinrichtung in Karlsruhe benötigt werde.

Ein großer Schwerpunkt der Caritas-Arbeit war im vergangenen Jahr wieder die Beratungstätigkeit im Beratungs- und Familienzentrum Caritashaus. „Wir sehen uns als Anwälte für Menschen in Not“, versichert Köhler und teilt mit, dass 2017 mehr als 1 600 Kunden die Beratungsangebote nachgefragt haben. „Insgesamt kam es zu über 13 600 Beratungskontakten“, sagt er. Themen wie Arbeit, Wohnen, Teilhabe, Bildung und Gesundheit spielten immer wieder eine große Rolle, so Köhler. Er weist darauf hin, dass die verschiedenen Einrichtungen, wie etwa die Schuldnerberatung, der Altenhilfebereich oder die Stelle für Alleinerziehende eng zusammenarbeiteten. „Bedauerlich ist es, dass aufgrund der Haushaltseinsparungen der Stadt eine halbe Stelle beim Caritassozialdienst weggefallen ist“, so Köhler. Um wieder alle vier Stellen besetzen zu können, gab es eine finanzielle Unterstützung von den katholischen Kirchengemeinden.

„Als eine echte Erfolgsgeschichte stellt sich das Kinder- und Familienzentrum Sonnensang dar“, meint Christian Pflaum, zweiter Vorsitzender des Caritasverbands Karlsruhe. In der Kita wird nach dem offenen Konzept gearbeitet, das heißt, die Kinder können sich für unterschiedliche Bildungsbereiche entscheiden. Im Familienzentrum werden aber auch Vorträge und Gespräche in der Reihe „GeneRATionen“ angeboten. „In Familienzentren geht es um Beratung, Begegnung und Unterstützung“, erläutert Pflaum. Mit dem St. Elisabethenhaus wurde auch die Trägerschaft für das Kinderhaus Agnes übernommen. Während der Sanierungsarbeiten werden die Kinder im Caritaswaldheim betreut. „Wir könnten dort sogar noch 30 Kinder mehr unterbringen, aber uns fehlen dafür sechs Kollegen“, erklärt Pflaum und macht damit auf das Problem des Fachkräftemangels aufmerksam. „Wir suchen dringend Erzieherinnen und Erzieher und werben auch mit unseren neuen konzeptionellen Wegen für diesen Beruf“, so Pflaum. Köhler weist darauf hin, dass der Fachkräftemangel auch in den Pflegeberufen ein großes Problem ist: „Wir hoffen jedoch, dass unser Hausgemeinschaftsmodell nicht nur für die Bewohner, sondern auch für die Mitarbeiter attraktiv ist.“

Martina Erhard, BNN



Copyright: © caritas  2018