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Stand: 08.06.2018

Pressemitteilung

Flexible Pflegeangebote

Tagespflegegast mit seiner Schwiegertochtercvka

Vor sieben Jahren erkrankte der Schwiegervater von Bettina Jäger an Demenz. Bis heute wird der 84-Jährige von seiner Frau und der Schwiegertochter zu Hause in Ettlingen gepflegt. Seit einem Jahr bringt Bettina Jäger ihren Schwiegervater allerdings dreimal pro Woche in die Tagespflege "Kiss & Go" des Seniorenzentrums St. Franziskus in der Steinhäuserstraße und geht dann zum Arbeiten in die Klauprechtstraße. "Weil ich weiß, dass mein Schwiegervater in guten Händen ist, kann ich mich viel besser auf die Arbeit konzentrieren", sagt die Betreiberin des Café Creative Cuisine. Und wenn sie ihren Schwiegervater am Nachmittag im Pflegezentrum des Caritasverbands Karlsruhe wieder abhole, seien beide "extrem entspannt und meistens auch gut gelaunt", sagt Jäger.

Als ihr Schwiegervater tagsüber noch zu Hause war, habe sie dagegen immer wieder wegen kleinerer Unfälle und Malheure von der Arbeit nach Hause fahren müssen. "Der Spagat zwischen Pflege und Arbeit kann für viele Berufstätige zu einer echten Belastung werden", weiß auch der Karlsruher Caritas-Vorsitzende Hans-Gerd Köhler. Dazu könnten an Demenz erkrankte Menschen tagsüber schlichtweg nicht alleine zu Hause gelassen werden. Deshalb wurden bei der Verlegung des Seniorenzentrums vom Durlacher Anna-Leimbach in den Neubau in der Südweststadt auch einige neue Angebote für berufstätige Angehörige wie die Tagespflege sowie Kurzzeit -und Palliativpflege eingerichtet.
Die 14 Tagesplätze können individuell gebucht werden. Die Betreuung an lediglich einem Tag ist ebenso möglich wie die Buchung des Komplettpakets. Auch Beginn und Ende der Tagespflege können zwischen 6.30 und 18.30 Uhr relativ flexibel vereinbart werden. Die Betreuung beginnt morgens mit einem gemeinsamen Frühstück, dann folgen Beschäftigungsangebote, Gymnastikkurse, Mittagessen, Mittagsruhe, Nachmittagsangebote und Kaffeetafel. "Wer Lust hat, kann gerne beim gemeinsamen Kochen helfen", sagt Tagespflegeleiterin Stefanie Teuser. Ohnehin würde bei der Tagespflege sehr auf die individuellen Bedürfnisse geschaut und bei der Gestaltung des Tages könnte jeder seine Wünsche mit einbringen. "Gesellschaftsspiele oder Spaziergänge sind ebenso möglich wie Basteln, Lesen oder Fernsehen", sagt Teuser. Pro Betreuungstag wird inklusive Mittagessen ein Eigenanteil von 25 Euro fällig. Die restlichen Kosten übernimmt die Pflegekasse.

Für die Betreuung in der Ferienzeit gibt es im Seniorenzentrum die Kurzzeitpflege. "Diese Pflegeplätze erleichtern den Angehörigen die Urlaubsplanung. Dadurch kann der Sommerurlaub auch schon im Frühjahr gebucht werden", betont Hausleiter Michael Kaul. Weil in jeder der sechs stationären Zwölfer-Wohngruppen in St. Franziskus jeweils zwei Betten für kurzzeitige Belegungen bereit stehen, werden die Leute aus der Kurzzeit- und Pallitativpflege direkt in den Alltag der ständigen Heimbewohner integriert. "Bei uns gibt es auch keine segregative Demenzgruppe und dazu relativ flexible Tagesabläufe", sagt Kaul. Sogar die schwerstkranken Patienten aus den Pallitativbetten könnten problemlos in den Alltag der Pflegegruppen integriert werden.

Weitere Informationen gibt es unter der Rufnummer (07 21) 94 34 00

Ekart Kinkel, BNN




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