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Stand: 20.04.2017

Pressemitteilung

Qualitätssiegel "Abschieds-weise" für Seniorenzentrum St. Franziskus

Qualitätssiegel Abschieds-weisePflegdienstleitung Agata Ziolko, Abteilungsleiterin des Hospiz in Karlsruhe Christine Ettwein-Friehs, Einrichtungsleiter St. Franziskus Michael Kaul, Projektleiterin Abschieds-weise Sandra Degenhart beim Enthüllen des Qualitätssiegel "Abschieds-weise"cvka

Abschiednehmen fällt schwer, besonders wenn der Abschied endgültig ist.  Gerade Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen werden häufig mit dem Thema Sterben und Abschied konfrontiert: Die Bewohner und ihre Angehörigen, Pflegekräfte und eh-renamtliche Mitarbeiter. Hospiz in Karlsruhe, eine Einrichtung in gemeinsamer Trägerschaft der Karlsruher Caritas und Diakonie,  und u.a. das Caritas-Seniorenzentrum St. Franziskus, haben in einem gemeinsamen dreijährigen Projekt "Abschieds-weise" Strukturen und Qualitätsanforderungen für die Begleitung von sterbenden Menschen durch geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter entwickelt. "Oftmals wird der Hospizdienst erst dann eingeschaltet, wenn ein Mensch unmittelbar im Sterben liegt, sodass eine Begleitung manchmal unter Zeitdruck begonnen wird und unter Umständen schwierig sein kann", erläutert Christine Ettwein-Friehs, Abteilungsleiterin des Hospiz-Dienstes in Karlsruhe. "In unserem Projekt haben wir Strukturen geschaffen, in denen die Bewohner des Seniorenzentrums St. Franziskus frühzeitig von einem Team betreut werden. Hier wird die Sterbebegleitung im Vorfeld geplant und sie kann dann beginnen, wenn der Bewohner bereit dazu ist",  so Ettwein-Friehs. In diesem Team, das aus Pflegekräften, Alltagsbegleitern und der dafür zuständigen Projektkoordinatorin Sandra Degenhart besteht, tauscht man sich über die Situation der Bewohner aus. "Wir verständigen uns darüber, bei wem es Bedarf an Unterstützung geben könnte und fragen dann speziell geschulte Ehrenamtliche bei "Hospiz in Karlsruhe" an. Die Ehrenamtlichen sind dann für die Bewohner da, um Ihnen Zeit zum Zuhören zu schenken, ihnen Ängste durch Gespräche zu nehmen und ihnen Neuigkeiten von der Welt "draußen" bringen", so Degenhart. Das entlastet die Pflegekräfte, die nicht immer so viel Zeit zum Zuhören mitbringen können. "Bei der Konzeption des Seniorenzentrums St. Franziskus haben wir bewusst deshalb auch zwei stationäre Palliativpflegeplätze eingerichtet, um Menschen kontinuierlich von einem Team aus Pflegekräften, Brückenschwestern, Seelsorgern und Ehrenamtlichen aus dem Stadtteil kontinuierlich von Anfang an begleiten zu können", erläutert  Michael Kaul, Einrichtungsleiter des Seniorenzentrums St. Franziskus.

Abschieds-weise

"Das Projekt ist Ende 2017 abgeschlossen worden und ist nun seit Anfang 2018 als ein festes Angebot in den Seniorenzentren St. Franziskus in der Südweststadt und St. Valentin in Daxlanden etabliert", so Hans-Gerd Köhler, 1. Vorstand des Caritasverbandes Karlsruhe e.V. "Bis jetzt wurden drei Seniorenzentren, St. Franziskus und St. Valentin, beide vom Caritasverband Karlsruhe,  und der "Karlsruher Weg", einer Einrichtung des Landesverbandes Innere Mission, das Qualitätssiegel "Abschieds-weise" verliehen und wir gehen davon aus, dass im Laufe der Zeit noch weitere Kooperationen folgen werden", so Wolfgang Stoll, Direktor des Diakonischen Werks Karlsruhe. Mit dem Ende 2015 verabschiedeten Gesetz zur Verbesserung zur Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland werden stationäre Pflegeeinrichtungen verpflichtet eine "hospizliche Begleitung" nachzuweisen.   





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