URL: www.caritas-karlsruhe.de/
Stand: 06.11.2011

Stellungnahme

Derzeitige Situation in den Außenstellen der Landesaufnahmestelle

Liebe Mitglieder der katholischen Seelsorgeeinheiten,

die schwierige Unterbringungs- und Versorgungssituation von Flüchtlingen der Lan-deserstaufnahmestelle für Asylbewerber/-innen (LEA) in Karlsruhe ist ein großes Problem, unter dem Kinder, Frauen und Männer leiden. Es fehlt an vielem - auch und gerade an freundlichen Gesten und persönlicher Begegnung. Aufgrund unserer Arbeit in der Verfahrens- und Sozialberatung für Flüchtlinge (gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Karlsruhe und dem Freundeskreis Asyl) auf dem Gelände der LEA können wir einschätzen, dass viele Berichte der Medien nicht übertrieben, sondern manche Überforderungen von staatlichen Behörden und beauftragten Privatfirmen keine Erwähnung finden. Wir sind hier mit Herrn Oberbürgermeister Dr. Mentrup, weiteren Organisationen und dem Leiter der LEA im Gespräch.

Die LEA verfügt derzeit über folgende Außenstellen:

+ in der Hermann-Leichtlin-Straße,
+ in der Greschbachstraße,
+ in der Delaware-Straße,
+ in der Memeler-Straße,
+ in der Ostmark-Straße,
+ in der Lasalle-Straße,
+ in der Kußmaul-Straße, 
+ in der Seubert-Straße,
+ in der Hansa-Straße und
+ in der Sophien-Straße (Griesbachhaus)

Das heißt, mehrere Seelsorgeeinheiten haben auf ihrem Gebiet Außenstellen, in denen Menschen Hilfen und Unterstützung brauchen.
Als Kirche müssen wir meines Erachtens den Menschen in den Außenstellen ein personales Angebot machen. Gerne auch mit den Nachbarn aus den evangelischen Gemeinden. Wir können bei den oft schwierigen Situationen nicht weg schauen. Die Flüchtlinge brauchen Fürsprache und Menschen, die sie im Stadtteil und in der Seelsorgeeinheit willkommen heißen und die sie bei Fragen und Notlagen unterstützen. Die Kinder brauchen neben geeigneter Kleidung auch Spielzeug und Spielpartner/-innen. Bei mehreren Außenstellen haben sich bereits erste Unterstützerkreis von Organisationen etabliert, aber auch die sind über weitere Hilfen bestimmt froh.

Was können Sie in den Seelsorgeeinheiten tun ?

Rufen Sie die Menschen auf, gemeinsam einen Besuchsdienst zu gründen und bieten Sie dafür auch die organisatorische Unterstützung.

Gesucht werden Ehrenamtliche,

+ die die Flüchtlinge besuchen und für sie ein freundliches Wort, ein nette Geste übrig haben,
+ die mit den Kindern spielen wollen,
+ die Begleitservice zwischen der jeweiligen Außenstelle und der Landeserstaufnahmestelle in der
   Durlacher Allee 100 anbieten und mit ihnen dorthin mit der Straßenbahn fahren,

+ die ihre Decken, Kinder- und Babykleidung und weitere Kleidungsstücke in die Außenstelle bringen,
+ die einfach vor Ort sind und mit Rat und Tat zur Verfügung stehen,

Die Verständigung ist nicht einfach, aber es sprechen auch immer wieder einige der Flüchtlinge Deutsch - und ein Lächeln öffnet viele Türen.

Wie können wir Sie als Caritasverband Karlsruhe e.V. unterstützen ?

Für fachliche Fragen stehen unsere Mitarbeiter/-innen der Verfahrens- und Sozialberatung und des Ökumenischen Migrationsdienstes zur Verfügung und wir können Sie beim Zusammenkommen der Helfer-Kreise unterstützen und beraten. Gerne bieten wir einen regelmäßigen Austausch derjenigen an, die sich für diese Besuchsdienste leitend zur Verfügung stellen. Auch den Kontakt zum Leiter der LEA, Herrn Schramm, mit dem wir gemeinsam mit St. Stephan bereits das Engagement in der Gartenhalle durch Ehrenamtliche geklärt hatten, kann ich gerne für diese Ehrenamtlichen herstellen und begleiten.

Bevor es dann zu möglichen Einsätzen und ersten Besuchen in den Außenstellen der LEA kommt, unterrichten wir bei Interesse die Ehrenamtlichen über die Situation der Flüchtlinge und darüber, wie man Ihnen am besten helfen kann.

Darüber hinaus können wir Kontakt zu weiteren Organisationen, die bereits Material für die Flüchtlinge gesammelt haben herstellen und in Zusammenarbeit mit den St. Vincentius-Kliniken die Ausgabe von Hygieneartikeln, bestimmten Medikamenten und medizinischer Unterstützung regeln.

Dieser Aufruf kommt jetzt gerade in den Sommerferien vielleicht etwas unpassend, aber danach richtet sich der Hilfebedarf der Flüchtlinge nicht und es ist auch keine Aufgabe, die in wenigen Wochen wieder erledigt ist.

Ich würde mich freuen, wenn Sie hier unterstützend mit aktiv werden könnten; gerne können Sie sich bei Fragen mit mir in Verbindung setzen (0721/921 335-13 oder hg.koehler@caritas-karlsruhe.de).

Mit freundlichen Grüßen
 
Hans-Gerd Köhler
1. Vorstand

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