Karlsruhe (CV). Seit 20 Jahren setzt sich die Beiertheimer Tafel des Caritasverbandes Karlsruhe e.V. dafür ein, dass Lebensmittel nicht vernichtet werden und Menschen mit geringem Einkommen selbstbestimmt und zu niedrigen Preisen einkaufen können. Was 2006 als Projekt begann, hat sich zu einem festen Bestandteil der sozialen Infrastruktur in Karlsruhe entwickelt und bietet zugleich langzeitarbeitslosen Menschen Beschäftigungsmöglichkeiten an.
"Die Beiertheimer Tafel ist ein Seismograf für gesellschaftliche Entwicklungen", sagt Susanne Rohfleisch, Vorstandsvorsitzende der Caritas Karlsruhe. "Hier wird oft schon früh sichtbar, wie sich soziale und wirtschaftliche Krisen auf den Alltag auswirken." Internationale Krisen, geopolitische Entwicklungen, steigende Energie- und Lebenshaltungskosten sowie wirtschaftliche Unsicherheiten, haben dazu geführt, dass immer mehr Menschen auf Unterstützung angewiesen sind. Das bedeutet, dass der Kundenstamm der Beiertheimer Tafel über die Jahre stetig gewachsen ist und derzeit bei 3.500 Kund*innen pro Monat liegt. Auch ältere Menschen, die eine geringe Rente beziehen, zum Teil trotz jahrelanger Arbeit, gehören zunehmend zur Kundschaft. Die Beiertheimer Tafel reagiert damit auf gesellschaftliche Entwicklungen, in der Armut längst nicht mehr nur Randgruppen betrifft, sondern zunehmend Familien mit mehreren Kindern, ehemalige Geringverdiener und Menschen, die sich für ihren Lebensabend finanziell abgesichert glaubten.
"Gleichzeitig erleben wir jeden Tag, wie wichtig es ist, den Menschen nicht nur günstige Lebensmittel, sondern auch Wertschätzung, Begegnung und Teilhabe zu ermöglichen", weiß Sebastian Lemke, Abteilungsleiter Soziale Dienste. Daher sind die Angebote der Beiertheimer Tafel und der Essensausgabe im Herz-Jesu-Stift organisatorisch zusammengeführt und unter dem gemeinsamen Dach der Tafel weiterentwickelt worden.
Am 26. September um 17:30 Uhr wird das Jubiläum in der Kirche St. Stephan im Rahmen des Caritasgottesdienstes zum Jahresthema "Zusammen geht was. Caritas verbindet" gefeiert. Dabei richtet sich der Blick zugleich nach vorn. Denn die Beiertheimer Tafel ist längst mehr als ein Ort der günstigen Lebensmittelversorgung: Sie ist ein Raum der Begegnung, des Miteinanders und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Informationen
Fachbereich Teilhabe mit Beiertheimer Tafel, Essensausgabe im Herz-Jesu-Stift und Beschäftigungsförderung unter Tel. (0721) 912430, teilhabe@caritas-karlsruhe.de, www.caritas-karlsruhe.de
Wer Geld spenden möchte
SozialBank, IBAN: DE17 6602 0500 0001 7417 00 oder online unter www.caritas-karlsruhe.de/spende, Stichwort "Beiertheimer Tafel" oder "Essensausgabe Herz Jesu Stift.
Unsere Vorstandsvorsitzende Susanne Rohfleisch im Gespräch mit einer Pressevertreterin anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Beiertheimer Tafel.cvka