Karlsruhe (CV). "Ein gutes Miteinander", "bereichernde Begegnungen" oder "ein gutes Ankommen": Diese und viele weitere Wünsche waren am Wunschbaum zu lesen, den der Caritasverband Karlsruhe e.V. anlässlich des Frühlingsfests seiner neuen Einrichtungen im August-Klingler-Areal in Daxlanden aufgestellt hat. Jeder Gast durfte seine guten Wünsche anbringen.
Beim Frühlingsfest, das vom Colette-Sternberg-Trio musikalischumrahmt wurde, wurde die Einrichtung, zu der eine Tagespflege, Caritas ambulant und zwei Wohngemeinschaften für Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf gehören, eingeweiht. "Mit unseren Angeboten, zu denen auch eine Mitarbeiter-WG
gehört, wollen wir das Quartier bereichern und die Menschen bei der Bewältigung des Lebens unterstützen", sagte Susanne Rohfleisch, 1.Vorständin des Caritasverbands Karlsruhe.
"Auf dem Areal, auf dem früher Fußballspiele ausgetragen wurden, sind nun Wohnungen für über 900 Menschen entstanden", stellte Bürgermeisterin Yvette Melchien (SPD) fest. "Es leben hier viele
Menschen, entsprechend groß ist das Netzwerk an sozialen Angeboten."
Diese reichen von der Kita, die von der Evangelischen Kirche betrieben wird, bis zur Tagespflege für Senioren. Anja Kulik, sie leitet den Bereich Immobilienbewirtschaftung bei der Volkswohnung, wies darauf hin, dass das August-Klingler-Areal das größte Bauprojekt war, das die Volkswohnung in ihrer 103-jährigen Geschichte realisiert habe. "Hier wird gewohnt, gelebt, geredet und gespielt", sagte sie. Sie hoffe, dass die Besucher und Bewohner der Caritas-Einrichtungen den Ort gut annehmen. Sie berichtete, dass bald auch das Café, das von der Lebenshilfe betrieben wird, eröffnet werden kann.
Markus Bentele, er leitet den Caritas-Bereich Seelische Gesundheit, erklärte, dass es im Haus zwei WGs für Menschen mit seelischer Beeinträchtigung gibt. "Jede WG hat sieben Plätze, 13 Plätze sind bereits belegt, auch der letzte Platz ist reserviert", sagte er. Manche der Bewohner bräuchten eine Rund-um-die Uhr Betreuung, andere nur Assistenzleistungen. "Unser Ziel ist es, jeweils die eigene Verantwortung der Bewohner zu fördern", so Bentele.
Linda Braun, Abteilungsleiterin Altenhilfe, berichtete, dass es bei "Caritas ambulant" darum gehe, "mit allen Akteuren zusammenzuarbeiten, um die Betreuung im eigenen Zuhause so lange wie möglich zu gewährleisten". Die Tagespflege bietet Platz für 15 Gäste, wie Pflegedienstleiterin Elvira Kunz berichtete. Ein Fahrdienst holt die Gäste ab und bringt sie nach Hause. Nach dem Frühstück wird aus den BNN
vorgelesen, es gibt unter anderem Gymnastikangebote und Gedächtnistraining. "Das Angebot ist eine Entlastung für pflegende Angehörige", sagte sie.
"Das Haus und das gesamte Areal sind Hoffnungszeichen, die es in diesen Zeiten dringend braucht", sagte Pfarrer Erhard Bechtold, der die Einrichtung segnete. "Ein Segen ist ein gutes Wort, das uns Hilfe bei der Bewältigung des Lebens mitgibt."
Von Martina Erhard, Badische Neueste Nachrichten BNN