Karlsruhe. Im August-Klingler-Areal sei mehr als nur Wohnraum entstanden, hat die Volkswohnung versprochen. Volkswohnungs-Geschäftsführer Stefan Storz verwies darauf, dass man zusammen mit verschiedenen Trägern eine soziale Infrastruktur geschaffen habe, die das Quartier lebenswerter mache. Als Beispiele nannte er eine Kita, eine Tagespflege, einen ambulanten Pflegedienst und ein Quartierscafé. Auf dem früheren Stadiongelände in Daxlanden seien rund 360 Wohnungen entstanden; rund 900 Menschen hätten dort ein neues Zuhause gefunden.
Für ältere Menschen, die tagsüber Begleitung, Aktivierung und Gemeinschaft wünschen, gibt es die Tagespflege St. Martha. Sie biete den Besucherinnen und Besuchern einen großen Wohnbereich sowie eine Küche, in der gemeinsam gekocht und gebacken werden könne. "Insgesamt stehen 15 Plätze zur Verfügung", erklärte Susanne Rohfleisch, Vorsitzende des Caritasverbands Karlsruhe. Sie ergänzte, dass sich im Gebäude auch ein Standort von "Caritas ambulant" befinde - mit Pflegedienst, Beratungsangeboten sowie Pflegesachleistungen und hauswirtschaftlicher Hilfe. "Es ist schön, dass wir hier, zusammen mit anderen Trägern der Wohlfahrtspflege, etwas mitgestalten konnten", so Rohfleisch.
Mit dabei im Quartier sei auch die Evangelische Kirche Karlsruhe. Sie betreibe die Kita "Sonnenschein", in der in fünf Gruppen 86 Kinder betreut würden. "Kitas sind ein spezielles Thema, denn es gibt einen großen Bedarf an Plätzen", meinte Dekan Thomas Schalla. "Wir sind froh, dass wir einen Beitrag für das gute Leben im Quartier leisten dürfen", sagte er und ergänzte, das Leben in einem Quartier bringe Menschen zusammen. "Schon die Kinder erfahren, dass Unterschiede eine Bereicherung sind", versicherte er. Kita-Leiterin Alexandra Blasy erklärte, es handele sich um eine integrative Kita, in der jedes Kind individuell gefördert werde.
Noch in der Umbauphase befinde sich das künftige Quartierscafé, das im denkmalgeschützten alten Vereinsheim untergebracht werde. "Es wird ein sogenanntes ‚Samocca-Café‘", sagte Michael Auen, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung. "Die Bezeichnung ‚Samocca‘ steht für einen lebendigen, inklusiven Begegnungsraum", erklärte er. Ab dem 25. Juni würden sich 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 18 von ihnen Menschen mit Behinderung, um die Gäste kümmern. Das Konzept "Samocca" ist nach Angaben der Volkswohnung auch für das Areal vorgesehen; es soll Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen.
Anja Kulik, bei der Volkswohnung für den Bereich Immobilienbewirtschaftung zuständig, wies darauf hin, dass das Areal in einen gewachsenen Stadtteil integriert worden sei. "Wir haben auch einen Gemeinschaftsraum mit Küche, der von Bewohnern des Areals genutzt werden kann, aber auch von sozialen Organisationen, um eventuell Beratungen oder Kurse anzubieten."
Mit freundlicher Genehmigung der Badischen Neuesten Nachrichten BNN und Martina Erhard